Wie Covid19 mich ausbremst - oder: Ich werde aus der Ukraine evakuiert

Aktualisiert: Apr 15

14 April 2020 - Ich muss die Ukraine verlassen und nach Deutschland zurückkehren. Dadurch kommen die Arbeiten an Sid erst einmal zum Stillstand.



Natürlich spielt Covid19 auch in der Ukraine eine grosse Rolle. Verglichen mit Deutschland hat die Regierung in der Ukraine schon viel früher konsequente Maßnahmen zur Verhinderung einer Ausbreitung von Covid19 ergriffen. Schon seit Wochen arbeite ich im Home Office.

Ich werde evakuiert

Am Karfreitag - 10. April 2020 - wurde ich von meinem Arbeitgeber davon in Kenntnis gesetzt, dass ich mein relativ sicheres Apartment in Kharkiv zu verlassen habe und quer durch Europa nach Deutschland zurückkehren muss. Angeboten wurden mir spezielle Evakuierungsflüge über Zürich oder Amsterdam. Von dort hätte ich dann selber zusehen müssen, wie ich in die Eifel komme.


Gestern hat mich ein bosnischer Kollege auf einen Flug der ukrainischen Fluggesellschaft SkyUp am 17. April nach Berlin hingewiesen. Von dort kann ich mir einen Mietwagen nehmen und damit in die Eifel zurückkehren. Keine weiteren Grenzübertritte, keine weiteren nationalen Regelungen, die meine Heimreise behindern könnten. Natürlich habe ich dann lieber diesen kommerziellen Flug gebucht.


Morgen werde ich mit drei anderen Kollegen nach Kiew fahren und von dort dann am Freitag nach Deutschland zurückkehren. Das hat natürlich zur Folge, dass ich Sid hier in Kharkiv zurücklassen muss und bis auf weiteres nicht an ihm weiter arbeiten kann.



Heute habe ich ihn die Garage gebracht und ans Ladegerät gehängt. Dem Vermieter der Garage habe ich zwei Monatsmieten im voraus gezahlt. Ich hoffe, dass ich bis Ende Juni wieder in die Ukraine zurückkehren kann, um dann weiter an Sid arbeiten zu können. Das gleiche habe ich übrigens auch für meine Wohnung in Kharkiv gemacht.

Rückkehr offen

Ich habe keine Ahnung, wann ich nach Kharkiv zurückkehren kann. Die nächsten 14 Tage werde ich aufgrund der aktuellen infektionseinschränkenden Maßnahmen in der Eifel in Selbstisolation verbringen und von dort im Home Office arbeiten. Ich hoffe, dass ich dann irgendwann im Laufe des Frühsommers nach Kharkiv zurückkehren kann, um weiter an Sid arbeiten zu können.

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