Radikale Änderung der Reiseroute

7. Januar 2021 - Ich habe mich dazu durchgerungen, die Reiseroute im ersten Teil "Meiner langen Reise nach Kamtschatka" ziemlich radikal zu ändern und die ehemaligen Sowjetrepubliken Kasachstan, Usbekistan, Tadschikistan und Kirgistan aus der Planung rausgenommen.

Die neue Route in blau

Seit 11 Tagen bin ich hier in Kharkiv in der Selbstisolation und hatte viel Zeit, mir auf YouTube Reiseberichte anzuschauen. Und dabei habe ich festgestellt, dass sich viele Reisende in den ehemaligen Sowjetrepubliken im Grunde auf der gleichen Route bewegen - unabhängig davon, wie sie reisen. Kasachstan - Usbekistan - Tadschikistan - Kirgistan. Mal von Westen nach Osten oder in anderer Richtung von Osten nach Westen. Das macht ja auch Sinn, wenn man diese Länder bereist. Nicht umsonst führte die Seidenstraße durch diese Länder, sie ist die logische Verbindung zwischen Ost und West.

Ich verzichte auf die Seidenstrasse

Allerdings habe ich schon immer eine Abneigung dagegen gehabt, das zu machen, was alle machen. Also habe ich mich aktuell ganz bewusst entschieden, ich werde eine andere Reiseroute wählen. Ich werde die ehemaligen Sowjetrepubliken auslassen und eine Route weiter im Norden, in Russland, wählen. Die ehemaligen Sowjetrepubliken werde ich mir hoffentlich irgendwann auf einer eigenen Reise ansehen können, wenn ich nicht gerade auf der Durchreise bin und mehr Zeit habe.

Aktuelle Routenplanung

Meine aktuelle Planung sieht vor, Georgien und die Republik Dagestan in Russland wie geplant zu besuchen und dann dem Kaspischen Meer und der Wolga Richtung Norden bis Uljanowsk zu folgen, wo ich gerne die Geburtsstätte meines Sid, die Fahrzeugfabrik UAZ, besuchen würde. Und von dort dann Richtung Osten über den Ural bis Novosibirsk, immer auf der Suche nach verlassenen Dörfern und anderen Lost Places zum Fotografieren.

Ich liebe Lost Places wie diesen alten Flughafen im ukrainischen Vovchansk

In Novosibirsk werde ich nach Südosten abbiegen, um die Mongolei zu bereisen. Allerdings nicht wie ursprünglich geplant für 30 Tage, sondern nur für etwa 14 Tage. Die in der Mongolei eingesparten Tage werde ich dann am Baikalsee verbringen, bevor ich wie geplant in Irkutsk die Reise unterbreche.

Die Vorteile dieser Änderung

Diese Änderung der Reiseroute bringt einige Vorteile mit sich. Die Gesamtstrecke wird deutlich kürzer, das heisst, ich habe mehr Zeit auch mal abseits der Hauptstrassen zu fahren. Ich brauche mich nicht großartig um Visa zu kümmern. Das Russland Visa vor Beginn der Reise reicht aus. Ich brauche nur drei anstelle von acht SIM Karten und nur drei anstelle von acht Fahrzeugversicherungen.


Ich denke, diese Entscheidung reduziert meinen (selbstgemachten) Reisestress und trägt zur Entschleunigung nach 43 Jahren im Beruf bei - das ist schliesslich das eigentliche Ziel "Meiner langen Reise nach Kamtschatka".

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