No Tuk-Tuk today

Aktualisiert: 17. Juli 2019

Im Januar/Februar 2015 habe ich an einer geführten Motorradgespanntour von Corner Adventures in Kambodscha teilgenommen. Über diese Tour habe ich einen Artikel für das Motorradgespannmagazin Sidecar Traveller geschrieben.

Das Hotel in Siem Reap - Anfangs- und Endpunkt der Kambodscha-Rundtour
"You need Tuk-Tuk?"

Das erste, was ich höre, als ich den Ankunftsbereich des Internationalen Flughafens Siem Reap in Kambodscha verlasse, ist die Frage: „You need Tuk-Tuk?“. Ein Tuk-Tuk ist die südostasiatische Variante des mitteleuropäischen Taxis, oft ein 125er Motorroller mit Personenanhänger oder ein Trike mit offener Fahrgastkabine. Auf jeden Fall ein Fahrzeug, das einem deutschen Prüfingenieur eine Herzattacke bescheren würde.

Ein Tuk-Tuk - die südostasiatische Variante unserer Taxis

Da ich von Willem, unserem Tourguide und Mitbesitzer von Corner Adventures, mit einem Jialing Gespann am Flughafen abgeholt werde, brauche ich kein Tuk-Tuk. Zu dritt, Willem als Fahrer, Gerrit, ein Teilnehmer aus Hannover, im Seitenwagen, und ich auf dem Soziussitz, fahren wir im Gespann mit Gepäck ins Hotel.

Ankunft im Hotel und erster Abend in Siem Reap

Da es schon dunkel ist und Gerrit und ich die Strapazen der Anreise in den Knochen spüren, lassen wir den Abend nach dem Einchecken im Hotel gemütlich bei einigen leckeren kambodschanischen Bierchen in einem der kleinen Strassenrestaurants ausklingen, die man hier an jeder Ecke findet.


An die Preise kann ich mich gewöhnen, ein Bier kostet 0,75 Dollar, eine Portion gebratener Reis 1,25 Dollar. Wir werden in den nächsten Tagen feststellen, dass man mit US Dollars selbst im kleinsten Dorf bezahlen kann; die kambodschanische Währung Riel sehe ich nur ganz selten in Form von Wechselgeld.

Stadtbummel

Den nächsten Morgen nutzen Gerrit und ich für einen Stadtbummel. Gerrit stellt sich als echter Feilschkünstler heraus, eine Eigenschaft, die mir völlig abgeht. Trotzdem bin ich mit meinen Einkäufen für Frau und Tochter mehr als zufrieden.


Wir sind zu Fuß unterwegs und an jeder Ecke hören wir das schon bekannte „You need Tuk-Tuk?“. Nein – für unseren Bummel brauchen wir kein Tuk-Tuk, das geht auch gut zu Fuß.

Erste Gewöhnungsfahrt auf den chinesischen Jialing Gespannen

Am Nachmittag treffen wir Willem wieder, wir machen die erste Gewöhnungsfahrt zu einer kleinen Tempelanlage außerhalb von Siem Reap. Auch Gerrit ist Gespannfahrer, daher bekommen wir jeder ein Jialing Gespann zugewiesen, während Willem eine Solo Jialing vorzieht. Er fährt vorne weg und ist schnell aus unserer Sicht verschwunden, allerdings wartet er an Stellen, an denen eine Richtungsänderung nötig wird. So wird er das auch während der kompletten Tour handhaben.

"Mein" Jialing Gespann für die nächsten neun Tage

Das hat durchaus seine Vorteile, da jeder Tourteilnehmer sein eigenes Tempo fahren kann. Allerdings hat es auch Nachteile, wie wir später noch speziell in Phnom Penh feststellen werden. Es ist anstrengend, sich im für uns ungewohnten asiatischen Verkehrsgewühl zu Recht zu finden; wenn man dann auch noch konzentriert nach dem Tourguide Ausschau halten muss, wird es teilweise ungemütlich. Zum Glück trägt Willem einen quietschgelben Helm, den man auch schon von weitem recht gut erkennen kann.

Raus aus Siem Reap

Relativ schnell haben wir den Stadtverkehr von Siem Reap hinter uns gelassen und genauso schnell endet auch die befestigte Fahrbahn. Jetzt geht es auf roten Sandpisten weiter. Da ich als letzter fahre, quillt mir der rote Staub entgegen und findet seinen Weg überall hin. Das Motto des Tages lautet für mich daher „Friss meinen Staub“.


Mit ihren 40PS und dem 600cm³ Einzylindermotor sind die Jialing Gespanne für diese Straßen ausreichend motorisiert, schneller als 60 km/h kann man hier nicht fahren, ohne das Material zu schinden. Aber auch 100 km/h auf asphaltierten Landstraßen sind gut machbar, darüber hinaus gehe ich nur ungern, wenn es auch möglich wäre, da sich der Motor dann gequält anhört. Vielleicht bin ich aber auch zu empfindlich.

Uralte Tempel rings um Siem Reap

An der Tempelanlage angekommen machen wir einen kleinen Spaziergang. Da sie auf einem Hügel liegt, bietet sich ein guter Blick auf das ansonsten flache Umland um Siem Reap.

Nichtrestaurierte Tempelanlage ausserhalb von Siem Reap

Die Gespanne lassen sich gut fahren, auch wenn das Rückwärtsganggetriebe gerade am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig ist. Alle vier Vorwärtsgänge werden nach oben geschaltet, der Rückwärtsgang aus dem Leerlauf nach dem Ziehen eines Bowdenzuges nach unten.

Seitenwagenrad lenkt mit

Das sowohl nach rechts als auch nach links über einen Seilzug mitlenkende Seitenwagenrad macht das Fahren sehr komfortabel und verleiht dem Gespann sehr gutmütige Fahreigenschaften. Ein Steigen des Seitenwagenrades in Rechtskurven muss regelrecht provoziert werden; bei schnell gefahrenen Linkskurven fehlt die Neigung des Gespannes, sich über die Achse Vorderrad - Seitenwagenrad nach vorne rechts zu neigen, fast völlig.

Nachtleben

Nachdem wir uns so mit den Gespannen vertraut gemacht haben, begeben wir uns auf einen abendlichen Streifzug durch Siem Reap und sind angenehm überrascht. In der Pub Street reihen sich zur Straße offene Bars und Restaurants aneinander, von überall ertönt Musik, auf dem Night Market reihen sich Souvenirstände und Massagesalons aneinander. Neben der schon gewohnten Frage „You need Tuk-Tuk?“ hören wir nun auch immer öfter „You want massage?“. Gewöhnungsbedürftig sind die vielen Fischbecken auf den Gehwegen, hier bietet „Dr. Fish“ das sanfte Abknabbern von Hornhaut an den Füßen durch die in den Becken lebenden Fische an.

Aktives Nachtleben in Siem Reap
Besuch in Angkor Wat

Am nächsten Morgen fahren wir mit den Gespannen nach Angkor Wat, allerdings lässt man uns nicht passieren, da seit kurzem nur kambodschanische Fahrzeuge in die Anlage dürfen und wir mit chinesischen Kennzeichen unterwegs sind. Kurz entschlossen fahren wir zurück zum Hotel, stellen die Gespanne dort ab und fahren mit zwei Tuk-Tuks wieder nach Angkor Wat.


Die berühmte Tempelanlage ist beeindruckend, allerdings auch von Touristen überlaufen. Je weiter wir in die Anlage hineinkommen, umso ruhiger wird es. Im Nachhinein sind wir froh, dass wir nicht mit den Gespannen hier sind. Zwei Stunden in der prallen Vormittagssonne mit etwa 30° wären in den Motorradklamotten nicht wirklich angenehm gewesen.

Tempelanlage Angkor Wat

Als wir Angkor Wat verlassen, werden unsere zwei Tuk-Tuks, neben vielen anderen, von der Polizei angehalten, allerdings nur besetzte Tuk-Tuks, leere dürfen weiterfahren. Später erzählen uns die Chauffeure mit einem Lachen, dass die Polizei ihnen einen Dollar abgenommen hat und so mitverdient. Offensichtlich akzeptieren unsere Tuk-Tuk Fahrer dieses Verhalten, sie haben an der Tour gut verdient und gönnen den Polizisten den kleinen Verdienst.

Zweite Gewöhnungsfahrt

Am Nachmittag drehen wir mit den Gespannen noch eine großzügige Runde um Siem Reap. Wieder treffen wir auf den roten Staub der unbefestigten Straßen und haben unseren Spaß in einem kleinen Dorf, in dem wir eine Trinkpause machen. Die Dorffrauen sind begeistert von den Motorradgespannen und wollen unbedingt mal probesitzen. Als wir ihnen auch eine Probefahrt anbieten, lehnen sie die aber lieber ab und springen schnell aus den Seitenwagen.

Kurze Pause in einem kleinen Dorf - die Bewohner sind begeistert von den Motorrädern mit Seitenwagen

Den Abend beschließen wir wieder in der Pub Street bei einigen Bierchen und gebratenem Reis. Die ständigen Fragen „You need Tuk-Tuk?“ und „You want massage?“ ignorieren wir inzwischen, sie gehören hier halt einfach dazu, zumal die Fragenden nie aufdringlich werden.

Aufbruch zur Rundreise

Am nächsten Morgen beginnt die eigentliche Rundtour durch Kambodscha. Wir verladen den nötigen Teil des Gepäcks, den Rest lassen wir im Hotel, zu dem wir am Ende wieder zurückkehren werden. Uns steht der härteste Teil der Tour bevor – 450 km von Siem Reap Richtung Osten nach Kratie am Mekong, davon etwa 100 km auf unbefestigten Straßen.

Begegnung auf der Strasse - Tradition trifft Moderne

Die Landschaft ist gleichbleibend flach, ab und zu sehen wir einzelne Hügel in weiter Entfernung. Unterwegs bemerken wir überall, wie mit Brandrodung die Felder vor der nächsten Aussaat vom Gestrüpp befreit werden. Rauch liegt schwer in der Luft und an einigen Stellen kommen die Feuer der Straße so nahe, dass wir die Hitze der Flammen spüren. Wasserbüffel grasen auf den Feldern und suhlen sich in großen Tümpeln.

Brandrodung ist in Kambodscha weit verbreitet

Ursprünglich ist geplant, dass wir den Mekong mit einer Fähre überqueren, allerdings hat diese den Betrieb eingestellt, da eine mit chinesischer Hilfe neu erstellte Brücke sie unrentabel gemacht hat. Geblieben ist nur eine kleine Fußgängerfähre über einen Zufluss des Mekong, zu klein für unsere Gespanne. Es bleibt uns nichts anderes übrig, als ebenfalls ganz unspektakulär die neue Brücke zu benutzen.

Fußgängerfaähre über einen kleinen Mekongzufluß
Essen typisch asiatisch

Zum Mittagessen halten wir an einem der vielen kleinen Straßenrestaurants an. Beeinflusst von Willem, einem 24jährigen Niederländer, der in China aufgewachsen ist und auch studiert hat, essen wir typisch asiatisch – wir bestellen verschiedene Gerichte, stellen diese in die Mitte des Tisches und jeder bedient sich an dem, was er gerade essen mag. Diese Art des Essens liegt mir persönlich sehr, da könnte ich mich dran gewöhnen. Hauptsächlich gibt es Reis, gekocht oder gebraten, dazu Geflügelfleisch und eingelegtes Gemüse in den verschiedensten Variationen.


Mit Einbruch der Dunkelheit erreichen wir Kratie, eine kleine Stadt, die für die Süßwasserdelphine bekannt ist, die hier im Mekong leben. Natürlich sehen wir sie weder am Abend noch am Morgen, bevor wir zur nächsten Etappe aufbrechen.

First Class Hotel in Kratie

Wir übernachten in einem erstklassigen Hotel direkt am Mekong und es ist dem Personal hoch anzurechnen, dass es keine Miene verzieht, als wir in unseren rot gepuderten Motorradklamotten die Lobby betreten.

Rote Straße - roter Staub

Zwar gibt es in Kratie nicht so viele Tuk-Tuks wie in Siem Reap, aber auch hier dringt auf dem kurzen Weg zum Abendessen mehrfach die Frage an unser Ohr „You need Tuk-Tuk?“

Auf nach Phnom Penh

Der nächste Tag bringt uns in einer 240 km langen Tour nach Phnom Penh, der Hauptstadt Kambodschas. Wir folgen eine Zeit lang dem Mekong, bevor wir den Flusslauf verlassen. Unterwegs sehen wir für die ländlichen Gegenden typischen Häuser auf Stelzen. Am Straßenrand liegen kleingehackte Wurzeln zum Trocknen. Und wieder passieren wir die brennenden Felder.

Typisch für diesen Teil Kambodschas - die Häuser sind auf Stelzen gebaut

Phnom Penh

Unser Hotel, eine typische Backpackerunterkunft, liegt im Zentrum Phnom Penhs und es dauert eine Ewigkeit, bis wir es erreicht haben. Der Verkehr kann nur als chaotisch bezeichnet werden. Verkehrsregeln, besonders die, die die Benutzung von Fahrbahnen regeln, sind allenfalls gutgemeinte Empfehlungen, keineswegs aber verbindlich. So wundern wir uns auch nicht, als uns auf der dreispurigen autobahnähnlichen Einfallstraße nach Phnom Penh Fahrzeuge auf unserer linken Spur entgegenkommen.

Eine Strassenszene in Phnom Penh

Personentransport in Phnom Penh

Da es erst früher Nachmittag ist, heuere ich für 10 US Dollar ein Tuk-Tuk an und lasse mich fast zwei Stunden durch Phnom Penh fahren. Das reine Chaos und ich bin froh, dass ich nicht selber fahren muss – Millionen und Abermillionen von Rollern und Tuk-Tuks. Dann doch lieber wieder 100 km roter Staub.


Muss ich erst erwähnen, dass ich nach der Tuk-Tuk Tour auch hier noch mehrfach die Frage aller Fragen zu hören bekam: „You need Tuk-Tuk?“

Nächste Station: Sihanoukville

Wir brauchen eine geschlagene Stunde für 25 km, um Phnom Penh am nächsten Morgen zu verlassen. danach geht es 250 km Richtung Südwesten nach Sihanoukville an der Küste Kambodschas.


Sihanoukville ist Backpacker´s Paradise; Unterkünfte im Bunkhouse ab 2 Dollar, Bier für 0,50 Dollar, Strand, Meer, Partyzone. Entsprechend viele junge Menschen mit Rucksäcken sehen wir in den Straßen. Unser Hotel ist gehobener Standard, zumindest für die Verhältnisse in Sihanoukville, die Zimmer haben Ventilatoren und Klimaanlagen. Allerdings liegt es mitten in der Partyzone und entsprechend laut ist es in den beiden Nächten, die wir hier verbringen.

"Mein" Gespann vor unserem Hotel in Sihanoukville

Wir machen einen Tag Pause. Gerrit nutzt die Gelegenheit für ein Inselhopping mit einem der vielen Touristenboote, ich beschließe einfach mal auszuspannen und ein paar Fotos am Strand zu machen.

Strandszene Sihanoukville

Klar, dass mir auch in Sihanoukville das ständige „You need Tuk-Tuk?“ in den Ohren klingelt.

Wetter in Kambodscha

Das Wetter ist hervorragend, um die 30°, keine Wolke am Himmel. Dezember bis März ist die beste Reisezeit in Kambodscha, ab April beginnt dann die Regenzeit. Jetzt im Januar beträgt die statistische Durchschnittstemperatur 26°, die Regenwahrscheinlichkeit liegt nur knapp über 0%.

Grobe Richtung Thailand

Nach unserem Ruhetag fahren wir weiter in den Nordwesten Kambodschas, grobe Richtung thailändische Grenze. Nach knapp 240 km erreichen wir unser Ziel Koh Kong. Dieser Abschnitt der Tour hat mir am besten gefallen. Während wir die vorherigen Tage eher im landwirtschaftlich genutzten Flachland unterwegs waren, finden wir hier im Nordwesten Kambodschas nun hügeligen Regenwald, mit Straßen, auf denen er bergauf und bergab geht und Kurven, die diesen Namen auch verdienen.

"Bitte respektieren Sie die kambodschanischen Gesetze"

"Vorsicht! Elefanten" - Leider haben wir keine gesehen

Wir übernachten in einem ruhigen Hotel am Rand von Koh Kong direkt am Atay Fluss. Ich kann lange nicht einschlafen, bis ich den Grund dafür erkenne: Heute hat mich niemand gefragt „You need Tuk-Tuk?“. Ich vermisse es!

Abstecher nach Thailand

Der nächste Abschnitt unserer Tour führt uns über 370 km nach Battambang, allerdings nehmen wir aufgrund der schlechten Straßenverhältnisse in Kambodscha einen Abstecher nach Thailand in Kauf. Unsere Touristenvisa werden bei der Ausreise aus Kambodscha entwertet, bei der erneuten Einreise am Nachmittag müssen wir neue kaufen. Ein Touristenvisum für einen Monat kostet 30 Dollar, ein Schelm, wer Böses dabei denkt, dass wir bei der Wiedereinreise nach Kambodscha 35 Dollar zahlen müssen.


Thailand enttäuscht mich. Die Straßen sind sehr gut aber wir sehen kaum etwas von der Landschaft, da sich fast überall an den Straßen Dörfer befinden. Ich bin froh, als wir nach 210 km wieder in Kambodscha sind.

Vorsicht! Landminen in Kambodscha

Das Grenzgebiet zwischen Thailand und Kambodscha ist gefährlich. Hier haben die Roten Khmer in den 70er Jahren unzählige Minenfelder angelegt, um ihre eigenen Landsleute von der Flucht nach Thailand abzuhalten. Noch heute zählt dieses Gebiet zu den am stärksten von Landminen gefährdeten Gebieten der Welt und noch heute werden jährlich hunderte Kambodschaner Opfer dieser Landminen.


In Battambang übernachten wir in einem Hotel in der Innenstadt und hier höre ich auch endlich wieder die vermisste Frage „You need Tuk-Tuk?“ Wie schnell man sich doch an etwas gewöhnen kann.

Letzter Tag der Tour - zurück nach Siem Reap

Bevor wir die letzten 170 km zurück nach Siem Reap in Angriff nehmen und uns damit dem Ende unserer Tour nähern, besuchen wir in der Nähe von Battambang ein Killing Field. Hier haben die Roten Khmer während ihrer Schreckensherrschaft tausende von Kambodschanern in einem natürlichen Höhlensystem in einem Hügel ermordet. Heute befinden sich hier eine Gedenkstätte für die Opfer und ein buddhistisches Kloster.

Buddhistischer Tempel auf dem Killing Field in Battambang

Für eine kleine Spende bindet mir eine alte buddhistische Nonne einen roten Wollfaden ums rechte Handgelenk. Ich habe keine Ahnung, ob er eine Bedeutung hat, allerdings hält der Faden auch jetzt noch, sechs Wochen nach meiner Rückkehr.

Am Kloster werden auch Delikatessen angeboten - fritierte Insekten

Nach gut 40 km fängt mein Gespann plötzlich an zu spinnen. Erst läuft es unrund, wenn ich Gas gebe, dann geht es aus, springt aber nach einiger Zeit wieder an. Dann wiederholt sich das Spiel, bis ich gar nicht mehr fahren kann.


In einer Rollerwerkstatt zerlegt Willem die Elektrik, aber auch nach zwei Stunden Suche, inklusive dem Austausch von Komponenten von einem Gespann zum anderen, kann er den Fehler nicht finden.

Kupferwurm - Fehlersuche

Gerrit macht eine Probefahrt mit "meinem" zickenden Motorradgespann

Wir beschließen, dass ich als Beifahrer in Gerrits Gespann mitfahre, während Willem sich um den Transport des Gespanns auf einem Pick Up nach Siem Reap kümmert. Dort findet Willem den Fehler am nächsten Tag, eine Schraube des Zündschlosses hat sich gelöst und für einen fehlerhaften Kontakt der Zündschloßplatine gesorgt.

Eindrücke von kambodschanischen Straßen

Kambodschanischer Personentransport

In Siem Reap angekommen lassen wir den letzten gemeinsamen Abend in unserem Lieblingsstrassenrestaurant ausklingen. Gerrit wird früh am nächsten Morgen nach Deutschland zurückkehren, während ich noch zwei Tage in Siem Reap bleibe und die Stadt erkunde, natürlich unter der ständigen Frage „You need Tuk-Tuk?“


Bevor ich selber mit einem Tuk-Tuk zum Flughafen fahre, gehe ich in Siem Reap noch einmal einkaufen. Ein Buch und ein Armband für meine Tochter, Ohrringe und eine Kette mit Anhänger für meine Frau – und für mich ein T-Shirt mit der Aufschrift „No Tuk-Tuk today and tomorrow!“


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