Mein neuer Instagram Account @to.kamchatka

12. September 2020 - Ich habe Ende August 2020 mit @to.kamchatka einen neuen Instagram Account angelegt. Hier wird sich alles um meine geplante Reise nach Kamtschatka drehen.

Ich mag das Instagram-Konzept. Bis zu zehn Fotos oder Videoclips, dazu eine kurze und prägnante Beschreibung oder die passenden Informationen. Es ersetzt keinen detailierten Blog, kann aber durchaus als Zusammenfassung eines Blogartikels genutzt werden. Mit einem "kommerziellen" Instagram-Account können Fotos und Artikel gezielt für ein definiertes Publikum verbreitet werden und der Erfolg oder auch Mißerfolg der Verbreitung kann statistisch ausgewertet werden. 

Kommerzieller Instagram-Account

Obwohl ich nicht kommerziell tätig bin, habe ich mich für einen kommerziellen Instagram Account entschieden, um "Meine lange Reise nach Kamtschatka" gezielt zu verbreiten. Vielleicht entsteht aus meiner Reise ja irgendwann mal ein Buch, ein Film oder ein anderes Produkt, das ich kommerziell nutzen und für die Finanzierung weiterer Reisen verwenden möchte. Dann wäre es schön, schon über ein entsprechendes Publikum zu verfügen. Darüber hinaus freue ich mich einfach über die Anerkennung in Form von Likes, Kommentaren und persönlichen Nachrichten, die mich jetzt schon über den Account erreichen.

Mein erster Beitrag - eine kurze Beschreibung des Accounts

Meinen Instagram-Account sehe ich als eine Art Tagebuch. Hier werde ich so regelmäßig wie möglich beschreiben, was mich gerade im Zusammenhang mit "Meiner Langen Reise nach Kamtschatka" beschäftigt. Das heisst zwangsläufig, dass es sich im Moment in erster Linie um mein Reisemobil Sid, den 1982er UAZ 452D "Buchanka", dreht, da Sids technische Zuverlässigkeit für die lange Reise im Moment mein Hauptanliegen ist.

Das Ausbaukonzept

Sobald Sid wirklich zuverlässig läuft, wird sich der Schwerpunkt auf seinen Ausbau verlagern. Natürlich habe ich schon ein grobes Ausbaukonzept im Hinterkopf. Ein Bett, ein Arbeitsplatz zur Foto- und Videobearbeitung, entsprechende Stromversorgung, Stauraum für das, was ich unterwegs brauche. Das werde ich aber erst verwirklichen und dokumentieren, wenn Sid einwandfrei läuft. Ich hoffe, dass das spätestens in zwei bis drei Monaten der Fall ist. Bis dahin werde ich Sid testen, reaparieren, warten - und immer wieder Probefahrten mit ihm machen.

Ein Artikel über meine Resephilosophie und die Frage "Warum ausgrechnet Sid?"

Und von den Probefahrten werde ich dann natürlich auch Fotos und Beschreibungen auf diesem Account veröffentlichen.

Und irgendwann beginnt "Meine lange Reise nach Kamtschatka"

Dann wird der Schwerpunkt der Veröffentlichungen auf den tagesaktuellen Reisegeschichten liegen. Egal, ob von der geplanten Überfahrt mit der Fähre über's Schwarze Meer oder dem Besuch des Ortes Shatlili im Hohen Kaukasus mit seinen altertümlichen Steinhäusern oder dem Stop bei den Adlerjägern im Altaigebirge der Mongolei - ich werde mehr oder weniger live von unterwegs berichten.

Ein Instagram Artikel über die Frage "Warum ausgerechnet Kamtschatka?"

Ein Foto pro Reisetag - so lautet meine Devise. Dieses eine Foto pro Tag soll eine Art virtueller Sitzplatz in Sid sein und einen kurzen Eindruck geben, wo ich gerade bin und was ich gerade erlebt habe. Und einmal in der Woche wird es in meinem Blog eine längere Zusammenfassung mit mehr Fotos geben. Zumindest ist das der aktuelle Plan, an dem mir aber schon Zweifel kommen, während ich es niederschreibe. Denn mir wird gerade bewusst, dass ich zur Verwirklichung dieses Plans pro Woche einen Tag für die Bearbeitung der Fotos und das Schreiben eines entsprechenden Blogartikels einplanen muss. Das geht so nicht, das muss ich unbedingt noch einmal überdenken.

Mein "definiertes Publikum"

Bei der Erstellung des Instagram-Accounts habe ich mich mit der Frage beschäftigt, wen möchte ich erreichen. Oder anders ausgedrückt - ich habe mein Wunschpublikum definiert. Dabei habe ich festgestellt, dass dieses Wunschpublikum recht breit gefächert ist. Da sind die Liebhaber russischer Automobile, da sind die Reisenden und Abenteurer, die sich gerne abseits der Hauptstrassen und klassischen Reiseländer bewegen, da sind die Fotografen und Videofreunde. Und alle diese Menschen möchte ich mit meinem Instagram-Account und auch meinem Blog erreichen und auf "Meine lange Reise nach Kamtschatka" virtuell mitnehmen.

Ein kurzer Post über das, was ich an Sid schon repariert habe und das, was noch repariert werden muss

Zur Definition meines Publikums gehört auch die Sprache, die ich verwende. Mit einem englischsprachigen Instagram-Account und Blog würde ich mehr Menschen erreichen, allerdings habe ich mich dazu entschieden, sowohl den Instagram-Account als auch den Blog auf deutsch zu schreiben. Das ist meine Muttersprache, mit der deutschen Sprache kann ich einigermassen gut umgehen. Obwohl ich relativ gut englisch spreche - ich bin kein Muttersprachler und das würde jeder geborene Engländer, Amerikaner, Australier sofort merken. Um ein relativ hohes Sprachniveau zu gewährleisten, werde ich daher bei meiner Muttersprache deutsch bleiben.

Instagram Posts bewerben

Im Rahmen der kommerziellen Instagram-Accounts kann man einzelne Posts "hervorheben", indem man ihnen für eine gewisse Zeit eine Art Werbeetat zuweist. Damit erreicht man, dass Instagram den beworbenen Post dem im Rahmen der Hervorhebung definiertem Publikum anzeigt. Diese Posts erkennt man an dem Zusatz "Gesponsert" unter dem Accountnamen. Um auch tatsächlich die Personen zu erreichen, die man erreichen möchte - es macht keinen Sinn einen Post über das Offroadfahren mit dem Auto jemanden zu zeigen, der sich nur für Schiffsreisen interessiert - ist es wichtig, dass man sich zuvor Gedanken macht und sein gewünschtes Publikum definiert - siehe oben.


Sinn und Zweck einer solchen Hervorhebung - von Instagram auch Promotion genannt - ist es natürlich, Instagram nicht unerhebliche Einnahmen zu verschaffen. Im Gegenzug macht sich Instagram dann die Mühe und zeigt den hervorgehobenen Post meinem definierten Publikum, auch wenn dieses Publikum meinem Instagram-Account bislang nicht folgt.

Beispiel für einen erfolgreich hervorgehobenen Post - 714 Likes innerhalb einer Woche

Der Vorteil für mich - meine hervorgehobenen Posts bekommen mehr Likes - alleine aufgrund der Tatsache, dass sie mehr Menschen gezeigt werden - und führen mehr Besucher auf meinen Account, wenn ihnen mein hervorgehobenes Foto gefallen hat. Im Idealfall geben mir diese Besucher auch noch Likes für andere Bilder oder folgen mir sogar.

Promoten = cheaten?

Ich habe oft den Eindruck, dass Instagram User das Promoten von Posts als eine Art Betrug sehen. Das sehe ich nicht so. Mit einer Promotion nehme ich eine kostenpflichtige Leistung von Instagram in Anspruch, von der ich mir eine weitere Verbreitung meines Posts und meines Accounts verspreche. Ist es ein ansprechender Post, dann besteht eine Wahrscheinlichkeit, dass Fremde sich auch andere Posts meines Accounts anschauen, sie liken und mir in Zukunft folgen. Dafür muss der beworbene Post aber eine ordentliche Qualität haben und andere Menschen ansprechen. Ist es ein anspruchsloser 08/15 Post, dann kann ich soviel Geld in die Promotion stecken wie ich will - er wird niemanden dazu veranlassen sich meinen Account genauer anzusehen und ich schmeisse mein Geld für die Promotion zum Fenster raus. Für mich ist eine Promotion daher eher ein Anreiz noch mehr als üblich auf die Qualität des Posts und meiner Fotos zu achten.


Das Promoten eines Posts hat übrigens nichts mit dem Kaufen von Likes und Followern zu tun. Dabei zahlt man dubiosen Firmen Geldbeträge, die dann im Gegenzug - wie auch immer - andere Instagram User oder auch Fake Accounts dazu veranlassen, Likes zu geben und einem bestimmten Account zu folgen. Hier geht es nicht um die Qualität der Posts, hier geht es darum, Likes und Follower künstlich aufzublasen. Von einem solchen Verhalten distanziere ich mich und würde dafür nicht einen einzigen Cent ausgeben.

Kleine Erfolge

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Blogartikels besteht mein Instagram-Account seit drei Wochen, ich habe 21 Posts veröffentlicht und über 300 Follower dazu veranlasst, mir zu folgen. Mehr als 5600 Likes habe ich für meine Posts in der Zeit bekommen. Was aber neben diesen reinen Zahlen für mich viel wichtiger ist: @to.kamchatka ist ein aktiver Account. Zu jedem meiner Posts haben Besucher Kommentare hinterlassen. Ich habe seit der Veröffentlichung des Accounts mein Online Gaming eingestelt, weil ich mich abends jetzt oft über Direct Message mit anderen Instagram Usern unterhalte und für das Spielen keine Zeit mehr habe.

Aus den Stories von @uazrussia (übersetzt: Wir haben auf Dich gewartet!)

Als meinen größten Erfolg bislang sehe ich aber die Veröffentlichung von zwei meiner Sid Fotos in den Stories der Firma UAZ in Ulajanowsk. Und ausgerechnet in meinen eigenen Instagram Stories über diesen Erfolg habe ich einen Rechtschreibfehler eingebaut. Naja, Sid ist nicht perfekt - warum sollte ich es sein? So passen wir halt gut zusammen.






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